Die Testerei und Covid-19

Unbedingt lesen :https://harald-walach.de/2021/04/06/corona-impfstoffe-kosten-und-nutzen-nochmals-nachdenken/

Viele Menschen, die ich treffe oder die mich auf mein „es reicht“ Schild an der Jacke ansprechen, wissen nix bis wenig über den PCR Test. Seit über einem Jahr begleitet uns dieses Verfahren in den Horror der Pandemie. Alles, wirklich alles! basiert auf auf diesem Test.

Kreppband, Edding, fertig

Unsere Medien informieren uns täglich über die Zahl der Infizierten – und mittlerweile ist klar, dass dieses „Infiziert“ nur bedeutet, dass der PCR Test „positiv“ ausfiel. „Positiv“ ist nicht gleichzusetzen mit „krank“ oder „infektiös“ und schon gar nicht mit „dem Tode geweiht“.

Echte Fans googeln sich mal durch zur „Falsch Positive“ Thematik. Die im Februar 2021 festgelegte „Inzidenzanzahl“ von 35 bekomme ich immer hin – es kommt dabei nur auf das Verhältnis der Testmenge an. Bei einer Quote von 1,4% Falsch Positiv sind bei 100.000 Tests immer 1.400 FALSCH Positive. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt? Übrigens, Thema Lockdown – Boris Reitschuster hat eine interessante Studie veröffentlicht, nach der Deutschland zu den Ländern Europas gehört, die die härtesten Maßnahmen durchziehen. Nur Irland und die Niederlande sind noch härter – will sagen: Um uns herum gehen viele Ländern deutlich entspannter mit dem Virus um. Schweden? Oft gescholten und doch: KEINE Übersterblichkeit. (Übrigens haben wir diese auch nicht in Deutschland).

Was geschieht hier?

Wer sich auch nur ein wenig mit PCR befasst, erkennt die Hintergründe sofort. Illa, von corodok, hat die Dinge sehr gut zusammengetragen. Hier ihr Text.

Wer es sich lieber audio-visuell erklären lässt – wobei der Text von Illa wirklich äußerst lesenswert und aufschlussreich ist:

Interessant auch, was die WHO im Januar 2021 als Empfehlung veröffentlichte – ein PCR Test sollte immer auch in Verbindung mit klinischen Befunden, Vorerkankungen, Testbedingungen gesehen und als Hilfe in der Diagnose gesehen werden, eben nicht als DIE Diagnose!

Das RKI publiziert immer noch „LABORBASIERTE“ Zahlen! Wir erfahren nichts über die CT Werte, die Anzahl der Gene, auf die getestet wurde. Es ist in meinen Augen ein Skandal. Der seit November laufende Lockdown ruiniert unsere Gesellschaft, traumatisiert uns alle und ist ein Monster, das von Statistikern und Mathematikern am Leben erhalten wird. Ich werfe unserer Politik vor, dass sie das alles billigend in Kauf nimmt. Zum Schutz unserer Gesundheit? Ich bin fassungslos.

Schnelltests, Selbsttests

Ich werde mich nicht testen lassen, wenn ich keine Symptome habe. Warum auch? Mir gefällt so ganz und gar nicht, dass in den offiziellen Zahlen eben nicht das Verhältnis von Testmenge zu „positiven“ bzw. „falsch-positiven“ Ergebnissen angegeben wird. Mit einer Million Tests bekomme ich natürlich auch mehr „positive“ Ergebnisse – aber: wo sind die Kranken? Was, wenn wir jetzt für 6 Monate einfach aufhören würden mit dem undifferenzierten, dem pauschalen „Alle müssen getestet werden“ und uns statt dessen auf diejenigen fokussieren, die tatsächlich erkranken. Clemens Heni hat die offiziellen Zahlen des DIVI untersucht und führt aus:

„Nehmen wir die Entwicklung der Zahlen seit dem 18. Oktober 2020 bis zum 18. März 2021. Man sieht den Beginn der Grippesaison Ende Oktober und Anfang November. Während am 18.10 nur 354 Menschen wg. Corona auf ICUs (Intensive Care Units) beatmet wurden, waren es einen Monat später am 18.11 bereits 2024. Am 18.12 waren es 2603 Menschen, und am 18. Januar 2869. Bis zum 18. Februar fiel die Zahl ganz enorm auf 1806 Patient*innen, die wg. Corona beatmet wurden. Ob hierbei vor allem alten Menschen ein würdevolles Sterben auf einer Palliativstation im Altersheim oder im Krankenhaus gestohlen wurde, steht auf einem anderen Blatt. Für ein Krankenhaus wird es sich finanziell rentieren, möglichst viele C-Pat. zu haben bzw. als solche zu registrieren, auch das harrt der medizinischen und medizinsoziologischen Analyse und Kritik.

Am 18. März 2021, gestern, lag die Zahl der beatmeten Patient*innen auf ICUs bei nur noch 1589 Personen. Sprich: Von Mitte Januar bis Mitte März hat sich die Zahl fast halbiert, von 2869 auf 1589. Schon im Januar gab es keinerlei Notstand in den Krankenhäusern. Es gab zu jedem Zeitpunkt Tausende freie Betten, sowohl zur Beatmung, als auch auf den allgemeinen Intensivstationen und den sonstigen normalen Stationen.

Faszinierend oder schockierend ist eine andere Zahl: die Abnahme der freien Betten bei Rückgang der Patient*innen. Wie? Das haben Sie noch nie in der Tagesschau gehört? Das ist eines der Phänomene, die womöglich selten betont werden: Am 18. Oktober 2020 gab es 9361 freie Betten auf Intensivstationen bei 20.662 belegten ICU Betten. Am 18. März 2021 gab es weniger Patienten, 20.582, aber extrem viel weniger freie Betten: nur noch 3526!

Am 18. März 2021 gab es insgesamt 80 Patient*innen weniger auf Intensivstationen (20582) als am 18. Oktober 2021 zum Beginn der Herbst/Winter-Grippesaison. Am 18.03.21 gab es aber frappierende 5835 weniger freie Betten auf Intensivstationen! Wo sind diese Betten hin? Beziehungsweise wo ist das Pflegepersonal für diese 5835 Betten hin? Wurden die alle positiv auf das Virus getestet und liegen symtpomfrei (sic!) auf dem Sofa, haben einen Schnupfen, etwas Halsweh? Alle? Oder wurden Betten verschrottet, verkauft, verschenkt und medizinische Fachkräfte entlassen oder in Kurzarbeit geschickt? Wie kann es sein, dass 5835 Betten innerhalb weniger Monate einfach fehlen? Ich hatte diese Frage schon letztes Jahr gestellt, und sie stellt sich jetzt wieder mit Nachdruck.

Wichtig ist: Es gibt am 18. März 2021 nur noch ca. halb so viele beatmete Covid-19-Patient*innen in Krankenhäusern wie Mitte Januar 2021. Also gute Nachrichten. Zu gut für Angela Merkel, die behaupten wird, am kommenden Montag, dass wir eine “dynamische Situation haben und Vorsorge besser ist” bliblablup. Dieses Floskelgeschwätz kann kein selbst denkender Mensch mehr hören. Aber Spiegel- und ARD/ZDF-Süddeutsche-Redakteur*innen fiebern diesem Floskelgeschwätz entgegen, Klabauterbach hat schon feuchte Hände vor Aufregung (zudem: wird Spahn doch entlassen und er bekommt den Job der Jobs?).

Vom 4. März bis zum 18. März 2021, zur Zeit der mega ultra hardcore extrem krassen Verbreitung der unglaublichsten aller britischen, neuseeländischen, brasilianischen, südafrikanischen, bayerischen, schwäbischen und zumal Nordsee-Mutanten von SARS-CoV-2 hat sich die Zahl der Patient*innen, die auf Intensivstationen wegen Covid-19 beatmet wurden von 1594 auf 1589 reduziert. So was nennt man bei der Tagesschau oder Frankfurter Allgemeinen vermutlich “exponentielles Wachstum”. Für Merkel ist es eine “dynamische Situation”, die es rechtfertigen wird, die Menschen weiter einzusperren, alle Restaurants, Theater, Kinos, Fußballspiele, Hotels, Massagesalons etc. zu schließen, kein Osterurlaub nirgends.

Der Rückgang der “Zahlen” hatte schon im März 2020 zum Lockdown geführt, das wird auch im März 2021 passieren. Damals war es der Rückgang der “Neuinfektionen”, die bis heute fast alle keine sind, je mehr man testet, desto mehr “Fälle” gibt es. Aber die wirklich entscheidenden Zahlen sind die Intensivbetten-Auslastungen. Und die war zu keinem Zeitpunkt seit März 2020 ein Problem. Noch weniger die Auslastung der ICUs mit Beatmungsgeräten (über deren Nutzen gesondert und medizinisch seriös diskutiert werden müsste).“

https://www.clemensheni.net/immer-weniger-patienten-muessen-wg-corona-beatmet-werden-aber-die-pathologie-des-gehorsams-ist-eine-endemische-deutsche-krankheit/ Zugriff am 25.3.2021

Ich teile die Angst vor den Mutationen des Virus ausdrücklich nicht. Ich bin eher geneigt anzunehmen, dass die Angst billigend in Kauf genommen wird – aus verschiedenen Gründen. Vielleicht hat sich unsere Politik schlicht festgefahren und fürchtet, aus „der Nummer“ nicht mehr einfach so herauskommen zu können. Vielleicht wird auch eine Agenda umgesetzt – zugegeben, eine Theorie, die oft und gern dem Reich der Verschwörungstheoretiker zugeschrieben wird. Ich bin kein solcher, ich frage mich nur ab und an – was, wenn sie gar nicht so verkehrt liegen mit ihrer Sorge?

Zurück zu den Tests – und hier ein Beitrag des geschätzten Gunnar Kaisers, der aus seiner Erfahrung mit den Tests an 5.Klässlern aus seiner Sicht als Lehrer berichtet. Seine Aussage, er wundere sich, „dass ihr euch nicht wundert“ unterschreibe ich sofort.

„Die Analyse der Übersterblichkeit legt aber nahe, dass die COVID-19-Pandemie am Ende des Jahres 2020 etwa das Niveau schwerer Influenzawellen erreicht hat.“

https://www.aerzteblatt.de/archiv/217880/COVID-19-Krankheitslast-in-Deutschland-im-Jahr-2020; Zugriff 25.03.2021

Wir haben es nicht mit der Pest, mit Ebola oder einer Zombie-Apokalypse zu tun. Von einer Regierung erwarte ich Besonnenheit, Empathie, Demokratiefähigkeit -und Förderung. Ich erwarte keineswegs Panikmache, Alarmismus, Hysterie und verengte Perspektive. Die Entschuldigung der Bundeskanzlerin (heute, 25.03.2021) angesichts des Hin-und Her zu den „Osterruhetagen“: Ernsthaft? Das erinnert mich an Rhetorik- und Kommunikationstraining Teil 1 – ein Werben für Verständnis, um dann mit diesem eingeworbenen Verständnis einfach so weiterzumachen wie vor der „Entschuldigung“. Ein rhetorisches Bauernopfer, mehr nicht.

Stoppt das sinnlose, das massenhafte und das asymptomatische Testen, verschont die Kinder und hört mit dem Irrsinn auf. Stigmatisierung, Pathologisierung, Polarisierung, Isolation, Traumatisierung – das sind die Folgen.

„Schließlich gibt es vermutlich auch Ansteckungen von Personen, die zwar infiziert und infektiös waren, aber gar nicht erkrankten (asymptomatische Übertragung). Diese Ansteckungen spielen vermutlich jedoch eine untergeordnete Rolle.“

(https://web.archive.org/web/20200715142835/https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText2)

Angstschüren (zulassen) ist undemokratisch, frei von Empathie und eiskalt.

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