Was ich im nicht mehr neuen Jahr befürchte (Mai 2021)

Es ist nicht meine Sache, jetzt lang und breit über Zahlen und Statistiken zu schreiben – da gibt es jede Menge andere Seiten, die viel besser und strukturierter über diese wichtigen Punkte informieren als ich es je könnte. Mein Anliegen ist ein anderes. Seit nun mehr 14 Monaten – genau: am 13.3.2021 war es der Tag, an dem wir mit Home-Office anfingen – beobachte ich, wie mein Befremden wächst. Es ist ein Befremden, das mich irritiert. Ich werde demnächst 55 Jahre alt und war nach meinem Empfinden zu keiner Zeit unglücklich mit dem Leben in Deutschland. Damit meine ich nicht die durchaus kontroversen Auffassungen gegenüber staatlichen Entscheidungen in konkreten Handlungsfeldern – ich könnte nun den ganzen Tag weiterschreiben und Kritik an unserer Sozialgesetzgebung, unserem Steuerrecht usw. formulieren. Das meine ich aber nicht, wenn ich vom Befremden schreibe. Mein Nicht-einverstanden-Sein mit einzelnen staatlichen Entscheidungen war nie ein Problem, im Gegenteil.

Die jetzige „Corona-Situation“ verengt den bisher gekannten und geschätzten Raum der pluralistischen Diskussionspotentiale; es scheint mir so, als hätten sich mit epidemiologisch beschriebenen Infektionswellen auch Wellen der Meinungseinheit, einer Singularität gebildet. Große Wellen, die eine ungeahnte Kraft gegenüber denjenigen entfalten, die zweifelnd, fragend am Rande stehen. Mit einer Naturgewalt ähnlichen Kraft werden diese Zweifler und Nachfragenden vom Überspültwerden und Fortgerissensein bedroht.

Mich verstört, wie aus Securityleuten im Supermarkt Allmacht phantasierende Aufsehertypen werden, mich verstört die Angst vor Angeprangert-Werden, die Angst vor dem Stigma des Dissidenten, des Abweichlers. Die Dinge anders zu sehen, anders zu denken, war eben noch ein Segen, ein erstrebenswertes Ziel vieler Persönlichkeits- und Führungskraftcoachings; ja, ein Zeichen der Kreativität – heute ein Schimpfwort, ein Kampfbegriff, dessen kategoriale Überschrift „Querdenker“ lautet. Überhaupt, die Umdeutung der Begriffe verstört mich. Wie schnell wird aus dem Fragenden ein „Leugner“? Wie schnell wird der „Leugner“ zur Bedrohung für die „Rückkehr zur Normalität“? Mich gruselt das, mich verstört das. Mich verstört, wie meine Heimat, das Land, in dem ich seit 55 Jahren lebe, sozialisiert wurde und werde, sich in diesen letzten 14, 15 Monaten verändert hat. Das geht sehr weit über einen Dissens mit einigen Entscheidungen vor 2020 hinaus. Das hier geht – bei mir – viel tiefer.

Um es klar zu machen – ich bin ein Freund gesetzlicher Regelungen. Ja, ich mag es, bspw. eine Straßenverkehrsordnung zu haben und zu wissen, dass sie für alle gilt. Ich begrüße es, ein Strafgesetzbuch zu haben und ein Gerichtswesen, das im Einzelfall prüft, abwägt und entscheidet. All das mag ich, sehe darin auch Errungenschaften und Ausdruck einer kultivierten Zivilisation und zahle dafür gern Steuern. Ich bin sehr happy damit, dass wir ein Rechtsstaat sind – auch, wenn ich so manche Entscheidung nicht mag und nicht teile: Unterm Strich bin ich gern Bürger dieses Landes. Ich freue mich auch über unser Gesundheitswesen, das jedoch aktuell (und seit rund 20 Jahren) leider ausgeplündert und betriebswirtschaftlich pervertiert wird. Dennoch: Dass wir es überhaupt haben, macht mich froh.

Versuche ich, die Ursache der in mir wachsenden Befremdung näher zu beschreiben, so komme ich immer häufiger zu der Auffassung, dass die pauschalen Verbote im Zuge der Corona-Politik zumindest mein Vertrauen in Staat und Institutionen massiv angeknackst haben. Ich weiß, dass ich diese Jahre 2020/2021 wohl für den Rest meines Lebens nicht vergessen werde. Es ist demütigend, um 24.00 Uhr die Haustür mit dem Wissen öffnen zu müssen, dass der Schritt auf die Straße einen Schritt in die Illegalität bedeutet. Würde ich rausgehen und angehalten werden von der Polizei, bekäme ich Ärger. Warum? Weil ich allein auf der Straße bin? Weil ich ja von irgendeiner (illegalen) Party mit mehr als drei Leuten kommen könnte, was ja durch die Ausgangsverbote verhindert werden soll? Weil irgendein PCR Test meint, mir eine Infektion mit dem tödlichen SarsCov2 Virus nachweisen zu können? Wenn ich dann nachfrage, ganz einfach, weil ich Bürger dieses Staates bin und in mehr als 30 Jahren Schule und Hochschule immer gelernt habe, dass Nachfragen und mündiges Bürgersein wichtigste Eigenschaften der Demokratie darstellen, so laufe ich Gefahr, mich als „Querdenker“ oder „Ketzer“, als „Leugner“ und mindestens als „Andersdenkender“ verdächtig zu machen. Das verstört mich und es entfremdet mich von diesem Staat, den ich doch eigentlich, wenn auch gelegentlich entschieden anderer Auffassung, ganz gern mag. Das verstört mich auch. Wie kann ein Staat, der mich zu einem mündigen Bürger ausbilden und erziehen lassen hat, mich nun so derartig bevormunden und der Gängelei Tür und Tor öffnen? Wie geht das? Wie – und warum? – soll ich jetzt alles vergessen, was mich zu einem selbstbestimmten Subjekt macht? WARUM? Weil es ungesund ist? Weil ich mich schädige oder anderen Schaden zufüge, wenn ich mich den Verboten nicht beuge? Was um alles in der Welt ist das denn bitte für ein Menschenbild der Regierung? Das doofe Volk ist zu doof, um sich und andere zu schützen. Ich empfinde dieses Denkmuster der Regierung als demütigend, erniedrigend und respektlos. Ja, beinahe verachtend wird mit den Menschen umgesprungen, um sie – ja, um was eigentlich zu erreichen? Um sie vor Krankheit zu bewahren, ihre Gesundheit zu schützen? oder ihr Rückgrat zu brechen, ihre Würde zu nehmen, sie alle zu entfremden von sich und anderen – sie eben zu traurigen, verzweifelten, depressiven und einsamen Gestalten zu machen. Wie gesagt, ich unterstelle der Regierung beste Absichten, was mir aber schwerer fällt, wenn ich die Kaltschnäuzigkeit erfahre, mit der heftigste „Kollateralschäden“ billigend in Kauf genommen werden.

Höre ich mich dann um, z.B. in dem Bereich der Welt des jetzt obligatorischen Testens, so entdecke ich noch mehr, was mich verstört. Ich habe viel Kontakt zu Menschen aus Sozialberufen und anderen Arbeitswelten. Schon erstaunlich, wie oft hier ganz offen mit personenbezogenen Gesundheitsdaten umgegangen wird. Da liegen Listen aus, in denen Name und Testteilnahme, manchmal auch das Ergebnis einzutragen sind. Das ist irre. Wer die DSGVO kennt, weiß, was ich meine. Es ist jedoch nur ein Beispiel für die „pandemiebedingte Anarchie“, so möchte ich es nennen: Menschen überschlagen sich nahezu in vorauseilendem Gehorsam/Gesundheitsschutz und kommen zu Lösungen, die weit über jedes Augenmaß hinausgehen. „Egal, wir sind im Krieg gegen das Virus und FÜR unsere Gesundheit. Da ist alles erlaubt, da schaut man nicht mehr so genau hin – und wer es doch tut, der ist eben nicht angekommen im ‚Neuen Normal‘ und gefährdet unsere Mission.“

„SARS-CoV-2 wurde wohlgemerkt am Computer ‚zusammengebastelt‘. Der US-Mediziner Thomas Cowan etwa bezeichnete dies als ‚Wissenschaftsbetrug‘. Am 15.Dezember 2020 äußerte er sich dazu wie folgt: ‚ Diese Woche machte mich meine Kollegin und Freundin Sally Fallon Morell auf einen erstaunlichen Beitrag aufmerksam, der von der US-Seuchenbehörde CDC veröffentlicht wurde. Der Artikel wurde im Juni 2020 veröffentlicht. Darin beschreibt eine Gruppe von etwa 20 Virologen den Stand der Wissenschaft hinsichtlich Isolierung, Reinigung und biologische Eigenschaften des neuen SARS-CoV-2-Virus – und diese Informationen sollten anderen Wissenschaftlern für ihrer eigene Forschung zur Verfügung gestellt werden. Eine gründliche und sorgfältige Lektion dieses wichtigen Artikel enthüllt einige schockierende Erkenntnisse.‘
So gehe aus dem Artikelabschnitt ‚ Whole Genome Sequencing‘ hervor, dass die CDC nicht etwa das Virus isoliert und dessen Genom von einem Ende zum anderen komplett sequenziert, sondern das Genom auf der Grundlage der Referenzsequenz des Coronavirus erzeugt hätte (Genbank-Zugangsnummer NC045512). ‚ Für mich stellt dieser Schritt der Computergenerierung einen wissenschaftlichen Betrug dar‘, so Cowan. ‚Es wäre so, als wenn Forscher ein Stück eines Hufs, ein Haar von einem Schwanz und einen Hornschnipsel finden und dann daraus ableiten würden, sie hätten ein Einhorn entdeckt . Anschließend haben sie diese Informationen in einen Computer eingegeben und programmiert, um das Einhorn nachzubilden. Und dann behaupten sie, diese Nachbildung im Computer sei das wirkliche Einhorn. Natürlich hatten die Wissenschaftler noch nie ein Einhorn gesehen und konnten daher unmöglich seine genetische Beschaffenheit untersuchen, um ihre Proben mit dem Haar, den Hufen und dem Horn des Einhorns zu vergleichen.‚ [Hervorhebung von mir]
( aus: Köhnlein, C. et al.; Virus-Wahn. 10.Auflage 2021, S. 391. Die Autoren stützen sich hier auf Cowan, T.; Only Poisoned Monkey Kidney Cells ‚Grew‘ the „Virus“, drtomcowan.com, Abruf 15.10.2020, von mir geprüft am 16.05.2021)

Von solchen Stimmen erfahre ich weder von „Anne Will“ noch von „Maybrit Illner“, geschweige denn von „Lanz“ oder aus den „Tagesthemen“. In den Mainstreammedien herrscht die Angst, die Panik. Kritische Stimmen – wie die hier zitierten – werden nicht erwähnt. Würde klarwerden, dass wir hier mindestens bis zur Drucklegung des genannten Buches und damit monatelang weltweit auf der Spur eines Einhorns unterwegs seien könnten, eben weil das „Orginalvirus SARS-CoV-2“ nirgends isoliert wurde – wie sehe die Lage wohl dann aus?

Nein, ich kann den Eindruck nicht ernsthaft von mir weisen, dass wir gezielt in Alarmbereitschaft gehalten werden sollen. Der Beitrag Liefers in #allesdichtmachen ist meiner Ansicht klar auf den Punkt.

Mir graut vor der Impf-Apartheid, vor einem Leben mit Dauertests und Impfdruck. Mir graut vor einer Entnahme meiner Daten und ihrer Überführung in ein komplett intransparentes digitales System, dem ich schon allein deshalb nicht vertrauen kann. Mir graut vor einer Politik, die mit den besten Absichten gängelt und misstraut, die verbietet und befiehlt.

Mir graut vor einem „Great Reset“ und seinen philanthropischen Narrativen. Mir graut auch vor einer zunehmend stärker werdenden „Klimawandeldiskussion“. Wird diese genauso bzw. genauso nicht geführt wie es jetzt bei Corona zu beobachten ist, graut mir vor diesem Moralismus, vor Hysterie, vor Irrationalem und der Gegenwart einer Massenmeinung, die sich sakrosankt gibt und für unberührbar hält. Der sprachliche Wandel ist auch hier zu beobachten – „Umweltzerstörung“ taucht, so meine Wahrnehmung, wesentlich seltener in der sprachlichen Verwendung auf als „Klimawandel, Klimakatastrophe“.

Cui bono?

Es ist Mai 2021.