Die Stunde der Virologen oder Area 51?

Ich bin kein Facharzt für Virologie und werde mir deshalb keinerlei Aussagen über dieses Fachgebiet anmaßen. Viren sind, so mein laienhaftes Wissen, immer und überall. Sie leben vom Wandel, sie suchen unsere Lücken im Immunsystem und kommen deshalb weiter. Raffinierte Biologie. Wäre ich ein Virologe und säße in meinem Labor, einer Welt, die sonst nur der mehr oder minder interessierten scientific community etwas sagt, wäre ich vielleicht einsam. Es gibt in dem Film „Independence Day“ diese Szene, in der der Präsident in den Keller der sagenumwobenen Area 51 geführt wird. Dort lagert tatsächlich ein Alien. Es wird wissenschaftlich untersucht und betreut und der Laborleiter begrüßt den Präsidenten freudestrahlend, stolz und: erlöst, weil sich endlich mal jemand für seine Arbeit interessiert. Endlich fällt das Licht der Welt in die Kellerräume seiner Fachlichkeit. Einmal im Licht der Öffentlichkeit, beginnt die Präsentation aller so lange unscheinbar behandelten Sehenswürdigkeiten – aber: was für den Experten im Labor faszinierend und im besten Wortsinn phänomenal ist, ist Droge für die Medien, die jede noch so kleine Meldung aufsaugen und an die weitergeben , die dann in Angst und Schrecken versetzt loslaufen, Klopapier horten und 250 Jahre humanistischer Bildung und Aufklärung in die Pilze jagen. Kant würde rotieren, aber das nur nebenbei. Jetzt sitzen Virologen täglich vor den Kameras und sprechen zur Bevölkerung. Ich bin mittlerweile, nach zig Meldungen aus allen Richtungen, nach Home Office bei der Arbeit und in der Lehre, nach asozialen Einkaufserlebnissen und auch nach offenen Bekundungen zwischenmenschlicher Solidarität zu der Überzeugung gekommen, dass wir es hier mit einem „hochgejazzten“ Phänomen zu tun haben. Viren sind und waren immer und überall. Menschen werden krank und sterben. Das werden wir nicht ändern können. Ja, es ist gut, andere und sich zu schützen. Das ist immer gut, bei jeder Seuche.

Was wir ändern müssen (!), wenn die Solidaritätsschwüre (nicht nur) der Regierenden glaubhaft bleiben sollen, ist

Unser Sozial- und Gesundheitssystem: Schluss mit der kurzfristigen Effizienztunerei, Kosten sparen allein macht unglücklich. Wenn Effizienz, dann langfristig! Aufstocken der Kapazitäten in Pflege und Versorgung, deutlich bessere Arbeitsbedingungen in ALLEN SOZIALBERUFEN (mehr Geld, mehr Leute!) . Abschaffen der PKV, Bürgerversicherung einrichten. Wir müssen diejenigen viel besser stellen, die den Laden hier täglich zusammenhalten.

Einwanderung und Flucht: Solidarität scheint aktuell an den Grenzen der EU (wenn nicht schon an Landesgrenzen) aufzuhören. Das muss sich ändern, wenn wir es ernst meinen. Also. Einwanderung ermöglichen, Fluchtursachen verhindern. Waffenexporte stoppen und es ernst meinen mit dem Friedenstiften. Bin ich naiv? Na und? Das ist meine Webseite, da kann ich das auch sein, wenn es denn stimmt.

Unser Bildungssystem: Auch hier zeigt die „Krise“, was gut geht und was nicht gut geht. Home schooling erfordert in Deutschland vor allem engagierte Lehrerinnen und Lehrer. Natürlich auch Bandbreite und Technologie. Da müssen wir in Sachen Bildungsforschung dann noch mal genauer hinschauen, wie das Zusammenspiel von pädagogischem Engagement und distance-learning technology gelingt, bzw. gelingen kann.

Föderalismus und EU heißt auch Kooperation und Koordination, keine Alleingänge a la Bayern oder anderer Länder.

Will hier nicht politisieren oder den Besserwisser machen. Ich bekomme es nur immer weniger hin, mich der Corona-Panik anzuschließen. Ja, ich halte Abstand, wasche mir die Hände und versuche mich und andere vor Infektion zu schützen. Das ist im Winter und bei Grippesaison eh korrekt. Ja, ich glaube, dass es schlimm ist, ABER nicht schlimmer als andere Viren, sondern nur POPULÄRER. Wir lassen uns vom Hype blenden und das ist dumm.

Was nun stimmt? Keine Ahnung. Ich tendiere zu der Annahme, dass wir hier hinters Licht geführt werden sollen. Über die Motive könnte ich spekulieren, will ich aber nicht. Es muss erlaubt sein, alternative Meinungen zu der aktuellen Lage zu kennen und zu teilen. Gern verweise ich auf
https://www.wodarg.com/

Die Seite ist nicht zuletzt empfehlenswert, weil der pensionierte Arzt hier ganz anschaulich seine Meinung darlegt; sie ist auch empfehlenswert, weil er nicht der einzige Pensionär vom Fach ist, der sich hier zu Wort meldet.

Sehenswert finde ich auch den Beitrag von
Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, der hier in knapp 9 Minuten darlegt, welche Gefahren seiner Ansicht nach durch das aktuelle Gesundheitsmanagement mit diesem Virus verbunden sind.

Wie gesagt, die verlinkten Beiträge geben nicht meine Meinung wieder. Ich verlinke sie, weil ich die Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit unterstütze. Wir brauchen sachlichen Diskurs, auch kontrovers geführt. Was geschieht aktuell mit uns? Halten wir es nur deshalb für sinnvoll, weil wir die Sinnlosigkeit nicht ertragen könnten? Konstruieren wir uns deshalb die sinnhafte Notwendigkeit der Maßnahmen oder sind sie ungeachtet aller Meinungen einfach die beste Antwort?

Wenn das Corona-Thema „medial“ abgeklungen seien wird, bleiben natürlich Fragen – einmal die Frage nach der Nachhaltigkeit der jetzt allerorts beschworenen Solidarität, ein anderes Mal auch die Frage nach dem tatsächlichen Geschehen.

  • Wie viele Menschen sind (in Italien) am oder mit dem Virus gestorben?
  • In wie vielen Fällen hat die (experimentelle?) Medikamentation Auswirkungen auf die Mortalität?
  • Wer profitiert von den wirtschaftlichen Veränderungen? Ein DAX, der binnen 2 Wochen um rund 30% an Wert verliert, wird Veränderungen zur Folge haben. Cui bono?
  • Wie wird es weitergehen mit unserer Gesellschaft? Bekommen z.B Sozialberufe und Bildungseinrichtungen mehr Geld und bessere Ausstattungen? Werden wir wirklich eine solidarische Gesellschaft oder übernimmt die neoliberale Ökonomie das Ruder zurück?
  • Werden wir zur Refinanzierung der coronabedingten Menschheitsrettungskosten noch stärker unter das Diktat einer kapitalistischen Ökonomie gezwungen? Steigende Preise, steigende Steuern treiben die Kosten; Arbeitsplatzabbau und Konzernkonsolidierungen sind sicher eine Folge, deren Konsequenzen die Zerspannungskräfte unserer Gesellschaft an den Rand des Solidarischen bringen können (geht ja beim Klopapier schon los). Ist das vielleicht ein Treiber der Krise – die Einrichtung einer neuen „Finanz-Weltordnung“? Oder bin ich da verschwörungstheoretisch auf dem Holzweg? Cui bono – wer profitiert – die Frage muss erlaubt sein.
  • Soziologisch und demokratie-pädagogisch werden wir auch analysieren und diskutieren, wie mit denen umgegangen wird und wurde, die – als mündige, kritische BürgerInnen – die Hintergründe und Genese dieser Krise hinterfragten. Wie schnell verfolgt der Mainstream die, die Abstand halten und sich ihr eigenes Urteil bilden und eben nicht blind und kopflos mit der Meute heulen? Im Märchen „von den Kaisers neuen Kleidern“ (HC Andersen) ist es ein kleines Mädchen, dessen Worte den Kaiser als entblößt und damit wahrheitsgetreu beschreiben. Dem Kind passiert nichts im Märchen. Vielleicht lachen alle, vielleicht niemand es niemand ernst. Ist halt ein Kind. Was, wenn ein Erwachsener sich so erklärt und den Kaiser als nackig beschrieben hätte? Verrat, Blasphemie, Ketzerei, Spinner…ich höre die Diffamierungen, ahne die Ausgrenzungen, die dieser Stimme gegenüber gebracht werden können und werden. Die Mehrheit erträgt anscheinend keine Widerworte, keine kritischen, offenen Nachfragen und sie offenbart ein Demokratieverständnis, das keines ist. Da müssen wir als Gesellschaft „ran“, unbedingt.
  • Wenn ich an der Krise und den Hintergrunderklärungen Zweifel habe und äußere, bin ich kein Mörder, kein Totschläger und kein fahrlässiger Geselle, der leichtfertig mit dem Leben anderer Menschen spielt. Ich halte mich an die Regeln zu Abstand und Hygiene und bleibe skeptisch.